Programm Mai 2015

Kulturverein Harlaching e.V.

 

Kulturmai 2015

 

Im Mai 2015 debütiert nun eine Veranstaltungsreihe, die den abgerissenen historischen Faden wiederaufnehmen möchte und Ludwigs nunmehr in Quellen dokumentierten Künstlermaifesten neues Leben einhauchen soll. Die Auswahl der kulturellen Gäste aus den Bereichen Bildende Kunst der Gegenwart, Literatur und Musik richtet sich nach deren thematischen Bezug zum historischen und gegenwärtigen Selbstverständnis Münchens und der Umgebung als kulturelle Wirk- und Begegnungsstätte. Entsprechend der Tradition der königlichen Künstlerfeste verfügen die Gäste daher über einen regionalen Bezug: Sie haben als Kreativschaffende München und sein oberbayerisches Umland als Raum ihrer künstlerischen Betätigung gefunden und stellen einen inhaltlichen Bezug zu der Region her.

 

Der Kulturmai Menterschwaige ist eine gemeinnützige Veranstaltung des Kulturvereins Harlaching und wird bezuschusst durch den Bezirksausschuss 18 Untergiesing-Harlaching. Der Eintritt zu den einzelnen Veranstaltungen ist frei. Näheres entnehmen Sie unserem

 

 

Programm Mai 2015

Samstag, den 2. Mai 2015, ab 18.00 Uhr,

Eröffnung der Kulturmaitage im Maibaum-Festzelt

 

18.00 Uhr: Feierliche Eröffnung des „Kulturmai Menterschwaige“.

„Ludwig I. und die Künste“. Eröffnungsansprache durch Hans Maier, Kultusminister a.D. .

 

Prof. Dr. Hans Maier, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus von 1970 bis 1986 , porträtiert König Ludwigs Kulturpolitik, deren Zeugnisse weit über die Residenzstadt München hinausreichen, und beleuchtet die Tradition der Künstlermaifeste auf der Menterschwaige.

 

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19.00 Uhr: Künstlerischer Beitrag

Der bayerische König und seine Geliebte. Szenische Lesung des Briefwechsels zwischen Ludwig I. und Lola Montez.

 

Es lesen Marcus Widmann (König Ludwig) sowie Sevda Polat (Lola Montez) und moderiert Bernhard Graf von Zech-Kleber.

 

Textgrundlage: Ludwig I. & Lola Montez –

Der Briefwechsel. Herausgegeben von

Reinhold Rauh Bruce Seymour. © Foto: Prestel Verlag,1995.

Unterwegs im Fünf-Seen-Land: Hans Pleschinski liest aus „Ludwigshöhe“; Claudia Kessler präsentiert ihre Fotogemälde aus Licht und Wasser.

 

Claudia Kessler sucht in ihren Fotogemälden Szenen bewegten Wassers in der Ästhetik gemalter Bilder fotografisch festzuhalten und lädt den Betrachter dazu ein, die Schönheit des Augenblicks zu entdecken, in dem das Fließen, Flirren und Flimmern in einem Zusammenspiel von Farben und Formen verschmilzt. (http://www.claudia-kessler.de)

 

„Der Zauberberg liegt neuerdings in Oberbayern!“ – so Kurt Flasch in der FAZ über den finalen Reigen in der „Ludwigshöhe“. Hans Pleschinski, Autor des Bestsellers „Königsallee“, und ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Landeshauptstadt München 2014, liest aus seiner mal tragischen, mal komischen Gesellschaftssatire. (http://www.chbeck.de/Pleschinski-Ludwigshoehe/productview.aspx?product=24160 sowie www.pleschinski.de )

Mittwoch, den 13. Mai 2015, Gutshof Menterschwaige, 18.30 Uhr Vernissage mit anschließender Lesung um 19.30 Uhr

Aus: Peter Peter, Kulturgeschichte der deutschen Küche. © C.H. Beck, 3. Auflage 2014.

Lothar Kaspar Wurm ist ein Münchner Künstler und war unter anderem beteiligt an mehreren Ausstellungen im Haus der Kunst München sowie in einer Einzelausstellung in der Galerie der Bayerischen Landesbank zu sehen. Seine Großformate arrangieren figurative und abstrakte Elemente zu Szenen der gebrochenen Idylle und Stillleben mit regionalem Einschlag. (http://www.lotharwurm.de)

Montag, den 18. Mai, 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), Gutshof Menterschwaige, Lesung mit musikalischer Begleitung

Mittwoch, den 27. Mai, 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), Gutshof Menterschwaige, Lesung mit anschließendem Kammerkonzert

„München leuchtete“ – Thomas Mann in München und Oberbayern. Lesung mit Dirk Heißerer, mit anschließendem klassischen Konzert der liebsten Komponisten Thomas Manns, gespielt durch das Chausson Quartett.

 

Dirk Heißerer ist Literaturwissenschaftler unternimmt regelmäßig Führungen durch die Kunst und Literaturstadt München. (http://www.lit-spaz.de) 2008 wurde er mit der Bezirksmedaille des Bezirks von Oberbayern für Kultur und Heimatpflege und 2009 mit der Thomas-Mann-Medaille geehrt.

 

Das Chausson Quartett, ein Streicherensemble aus vier Studierenden der Musikhochschule München, spielt Stücke der liebsten Komponisten des Autors von Schubert bis Ludwig van Beethoven. (www.chausson-quartett.de)

Das Chausson Quartett von links nach rechts: Lorenz Chen (Violine), Dorit Essaadi (Violine), Lilya Tymchyshyn (Bratsche) und Andreas Hösl (Cello), © Foto: Lorenz Chen.

Marcus Widmann, © Foto: Christian Hartmann.

Marcus Widmann, gebürtiger Münchner, stand bereits am Residenztheater und am Wiener Burgtheater auf der Bühne und schlüpft nun in die Rolle des liebestollen Königs.

 

Sevda Polat, Foto: © Thomas Leidig.

Die skandalöse Tänzerin und Sängerin, die sich den Künstlernamen „Lola Montez“ zugelegt und als Spanierin ausgegeben hatte, wird durch Sevda Polat gelesen, die ihre ersten Erfahrungen an der Staatsoper Hamburg gesammelt hat.

 

Bernhard Graf von Zech-Kleber, Landeshistoriker und Sachverständiger für Kunst- und Kulturgeschichte unter weiß-blauem Himmel, führt durch die Höhen und Tiefen der amour fou, die den König schlussendlich seine Krone kostet.

 

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Bernhard Graf v. Zech-Kleber, © Foto: Sabine Gassner.

Mittwoch, den 6. Mai, Gutshof Menterschwaige, 18.30 Uhr Vernissage mit anschließender Lesung um 19.30 Uhr

Thomas Mann in seinem Heim in München (1932).

Musikalische Begleitung des Abends:

Das Jazz-Quartett Max Meinhardt, Hausband des Literaturhauses München, spielt ein Repertoire von Klassischem Jazz bis Gypsy und Manouche in der Tradition des legendären Jazzers Django Reinhardt, sowie Bossa Nova und Swing der 20er bis 50er Jahre. 2013 erschien ihr erstes Album „Belleville“. (www.max-meinhardt.de)

© Claudia Kessler, „Bedenke die Vergänglichkeit – consider fleetingness“, Fotografie, Digitaldruck auf Leinwand, 2007, Größe 80 x 125 cm.

Hans Pleschinski, Ludwigshöhe, © C.H. Beck 2008.

Die Geburtsstunde der Weißwurst und andere Anekdoten – Peter Peter über die Kulturgeschichte der bayerischen Küche.

Sowie: Künstlerische Momente mit Lokalkolorit – eine Auswahl von Gemälden von Lothar Kaspar Wurm sowie skulpturale Beiträge von Peter Kobierski.

 

Peter Peter ist mehrfach prämierter Gastroautor und Restaurantkritiker. Seine kulturgeschichtlichen Betrachtungen nationaler Spezialitäten umfassen auch die „Kulturgeschichte der italienischen Küche“ sowie die „Kulturgeschichte der österreichischen Küche“. In Bearbeitung ist aktuell die Cuisine Franҫaise. (http://www.chbeck.de/Peter-Kulturgeschichte-deutschen-Kueche/productview.aspx?product=14692387 sowie www.pietropietro.de)

 

© Lothar Kaspar Wurm, Bauernwiese, 2007 / Stillleben, 2008, 155 x 150, Acryl auf Leinwand.

Schalom Ben-Chorin: „Jugend an der Isar“. Erinnerungen eines jüdischen Emigranten. Lesung mit Detlef Felken und Einführung durch Ellen Presser; musikalische Begleitung durch Leonid Peysakh und sein Klezmer-Trio SOUVENIR.

 

Detlef Felken ist Historiker und Cheflektor des Verlages C.H.Beck.

 

Ellen Presser ist Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und kannte Ben-Chorin persönlich.

Wir würden uns freuen auch Sie zu unseren wöchentlichen Kulturabenden begrüßen zu dürfen und mit Ihnen dieses historische Ereignis wiederaufleben zu lassen!